Das historische Kronenschlösschen in Eltville-Hattenheim hat zum großen Finale des Rheingau Gourmet & Wein Festivals geladen. Die legendäre Farewell Party im Kronenschlösschen mit Hideaways von Quality Lodgings (QL) ist kein steifes Dinner, sondern eine absolute kulinarische Ekstase! Wenn das Festival-Ende gefeiert wird, dann richtig: mit Beats, Glanz und einer Energie, die das ehrwürdige Schlösschen zum Beben bringt.
Das Beste an solchen Abenden? Man stürzt sich nicht allein ins Vergnügen. Ich hatte das große Glück, diesen kulinarischen Marathon mit zwei fabelhaften Frauen zu verbringen, Tina von Mainhomestaging und Andrea von Zimtkeksundapfeltarte. Mache es dir gemütlich, nimm ein Gläschen Wein oder Champagner, denn ich nehme dich mit auf die Party des Jahres!
FAREWELL PARTY IM KRONENSCHLÖSSCHEN MIT HIDEAWAYS VON QUALITY LODGINGS
Die Farewell Party ist ein logistisches und kreatives Meisterwerk! Vergiss steife Etikette und fest zugewiesene Plätze. Der Charakter dieser „Kult-Party“ ist einzigartig! Das gesamte Kronenschlösschen verwandelt sich in eine lebendige Genuss-Location. Überall in den herrschaftlichen Räumen verteilt findest du Kochstationen und Winzerstände. Die Winzer schenken ihre besten Tropfen persönlich ein und die Tanzfläche ruft schon, während man noch den letzten Feinschmecker Teller genießt.
Insgesamt zehn internationale Küchenchefs, viele davon hochdekoriert mit Sternen, sind extra aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland angereist, um für uns live zu zaubern. Das Besondere: Die Köche stehen persönlich am Pass, man kann ihnen über die Schulter schauen und direkt ins Gespräch kommen.
„Es ist die wohl coolste Art, Sterneküche auf Weltniveau zu feiern. Eine Kitchen Party, bei der man in jedem Raum eine neue Entdeckung macht.“
QUALITY LODGINGS (QL)
Für mich ist Quality Lodgings (QL) ein Safe Space für wahre, unverfälschte Gastfreundschaft. In einer Welt voller riesiger Hotelketten und austauschbarer Lobbys ist diese Kollektion eine echte Wohltat. Während große Ketten oft die Seele vermissen lassen, bietet QL eine Bühne für Individualisten und Visionäre. Es sind Rückzugsorte, die einem den Raum geben, durchzuatmen und die Welt für einen Moment draußen zu lassen, echte Ankerpunkte in einer hektischen Zeit.
Das Netzwerk vereint über 100 unabhängige, inhabergeführte Hotels in ganz Europa von den Niederlanden über Belgien und Deutschland bis hin zu Frankreich und Italien. Aber es ist nicht einfach nur eine Liste von Hotels, es ist eine Auswahl von echten „Hideaways“, die drei Dinge gemeinsam haben:
- Authentisches Design: Jedes Haus hat seine eigene Geschichte, ob barockes Schloss, modernes Design-Juwel oder historisches Weingut.
- Kulinarik auf höchstem Niveau: Fast alle Häuser zeichnen sich durch eine exzellente Küche aus (viele davon mit Michelin-Sternen dekoriert), denn bei QL gehört das Genießen zum guten Schlaf dazu.
- Persönlichkeit: Du bist hier keine Nummer. Man spürt die Handschrift der Gastgeber und diese „herzliche Umarmung“.
STERNKÖCHE AUS NIEDERLANDE
BAS DIEPENBROEK* (Kasteel Engelenburg, Brummen)
Ein kulinarischer Gruß aus unseren Nachbarländern, der uns sofort begeistert hat, kam von Sternekoch Bas Diepenbroek* vom Kasteel Engelenburg im niederländischen Brummen. Er präsentierte uns eine Forelle mit Sanddorn, Kaviar und Orangenblüte. Die feine Säure des Sanddorns kitzelte die Frische der Forelle wach, während der Kaviar für edle, salzige Akzente sorgte und die Orangenblüte dem Ganzen eine Zitrusnote verlieh. Bas versteht es meisterhaft, die klassische niederländische Küche modern und federleicht zu interpretieren.
Seine Wirkungsstätte, das Kasteel Engelenburg, ist dabei die perfekte Kulisse. Ein prächtiges historisches Schloss, umgeben von einem weitläufigen Park und einem eigenen Golfplatz, das Luxus mit einer herrlich entspannten, herzlichen Atmosphäre verbindet. Wer auf der Suche nach einem exklusiven Hideaway mit Wellness, einer erstklassigen Weinkarte und echtem Schloss-Feeling ist, wird diese Oase der Ruhe in der Nähe von Arnheim lieben.
GUIDO LE BRON DE VEXELA* (Château St. Gerlach)
Ein optisches und geschmackliches Meisterwerk präsentierte uns Sternekoch Guido Le Bron de Vexela* vom Château St. Gerlach im niederländischen Valkenburg aan de Geul. Sein Mosaik vom Gelbschwanz-Königsfisch war fast zu schön, um es zu essen! Begleitet von einer hauchzarten Vinaigrette aus Kräuteröl, verschmolz hier französische Raffinesse mit der Frische niederländischer Spitzenprodukte zu einer Komposition, die am Gaumen einfach nur seidig und elegant nachklang. Dass er ein Händchen für die ganz große Inszenierung hat, spürt man sofort, wenn man sein „Zuhause“ besucht.
Das Château St. Gerlach ist weit mehr als ein Hotel, es ist ein prachtvolles Anwesen am Rande des idyllischen Ingendael-Naturparks, das mit seiner barocken Schlossanlage, einer eigenen Kirche und einem weitläufigen Skulpturengarten wie ein verwunschenes Dorf der Extraklasse wirkt. Wer sich nach Luxus, Spa und Wellness sehnt, die sich wie eine Flucht aus dem Alltag anfühlen, wird diesen Landsitz im Göhltal, unweit von Maastricht, vergöttern.
STERNEKÖCHE AUS BELGIEN
ARNE BEIRINCKX* (Aurum, Kasteel van Ordingeen, Sint-Truiden)
Ein belgisches Soulfood-Erlebnis auf Sterneniveau präsentierte uns Arne Beirinckx* vom Restaurant Aurum im Kasteel van Ordingen in Sint-Truiden: Seine Interpretation der Miesmuschel war ein echtes Spektakel! Stell dir eine perfekte Kombination aus rauchigem, gegrilltem Lauch, salzigen Meereskräutern und dem Knusper-Effekt von Muschelkrackern und Kartoffeln vor, alles wunderbar umschmeichelt von einer samtigen Buttermilch-Algen-Sauce mit feinem Forellen-Rogen.
Diese kreative Energie passt wunderbar zu seiner Wirkungsstätte, dem Kasteel van Ordingen in der Provinz Limburg. Das majestätische Wasserschloss wurde 21 Jahre lang mit unglaublich viel Liebe zum Detail restauriert und verbindet heute prunkvolle Historie mit modernstem Luxus. Wer einmal wie ein König residieren und dabei eine Küche genießen möchte, die Traditionen so frisch und aufregend neu denkt, sollte sich dieses belgische Schmuckstück unbedingt für die nächste Auszeit merken.
RALPH HERMANS* (La Source, Hotel la Butte aus Bois, Lanaken)
Ein absolutes Highlight, das mich komplett aus der Reserve gelockt hat, war die Kreation von Sternekoch Ralph Hermans* vom Restaurant „La Source“ im belgischen Lanaken. Seine Kombination aus Jakobsmuschel mit Ochsenschwanz, Lauch und Sardine war ein Paradebeispiel für das, was man „Surf & Turf“ auf Sterneniveau nennt. Die butterzarte, süßliche Meeresfrucht traf auf die kräftige Würze des geschmorten Ochsenschwanzes, während die Sardine für einen frechen, salzigen Akzent sorgte. Es ist genau dieses Spiel mit extremen Geschmackskontrasten, das Ralph Hermans so meisterhaft beherrscht!
Passend zu dieser kulinarischen Weltklasse ist seine Wirkungsstätte, das Hotel La Butte aux Bois in Lanaken. Es ist weit mehr als ein Luxushotel; gelegen am Eingang zum größten Naturschutzgebiet Flanderns, ist es ein Ort, der die Wunder der Mutter Natur regelrecht feiert. Stell dir vor, du schlenderst durch ein Haus, in dem dich nicht nur modernstes Design erwartet, sondern eine unglaubliche Sammlung von Edelsteinen, Mineralien und sogar echten Meteoriten vom Mond und Mars. Diese Verbindung aus Naturgeschichte, Kunst, preisgekrönter Spa und absoluter Gastfreundschaft macht das Haus zu einem „Hideaway“, das in Europa seinesgleichen sucht. Ein echtes Refugium für alle, die Luxus suchen, der sich absolut natürlich und unaufgeregt anfühlt. Wer sich einmal so richtig verwöhnen lassen möchte, für den ist dieses Juwel in Grenznähe zu Maastricht die perfekte Adresse.
DEUTSCHE SPITZENKLASSE
PETER FRIDÉN* (PURS Luxury Boutique Hotel, Andernach)
Peter Fridén* vom PURS Luxury Boutique Hotel in Andernach brachte mit seine Kombu-gebeizter Saibling eine raffinierte asiatische Note ins Spiel. Stell dir vor, wie der butterzarte Fisch, veredelt durch eine tiefgründige Kräuterdashi und cremiges Shiromiso, am Gaumen regelrecht schmilzt, während die fermentierte Karotte für einen aufregenden Frische-Kick sorgt. Ein echtes Umami-Erlebnis!
Dass Peter Friden* diese kulinarische Präzision so meisterhaft beherrscht, passt perfekt zu seinem „Zuhause“, dem PURS in Andernach, einem avantgardistischem Design-Meisterwerk des Belgiers Axel Vervoordt, das als eines der stilvollsten Luxus-Hideaways Deutschlands gilt. Wer Ästhetik und erstklassigen Genuss liebt, kommt an diesem besonderen Ort in einem historischen Kanzleihaus am Rhein im Landkreis Mayen-Koblenz einfach nicht vorbei.

MARKUS PAPE* (Meisenheimer Hof, Meisenheim)
Markus Pape* vom Meisenheimer Hof präsentierte seine Schnitte von der Gänseleber. Die zartschmelzende Leber traf auf einen Salat von Himmel und Erd’, der mit seiner feinen Säure von Apfel und der Erdigkeit der Kartoffel wunderbar kontrastierte. Zusammen mit dem röstfrischen, buttrigen Brioche und der fruchtig-pikanten Sauce Cumberland war das ein herrlich nostalgischer und zugleich hochmoderner Teller, der einfach glücklich macht.
Wer diese ehrliche, handwerkliche Perfektion einmal in voller Länge genießen möchte, sollte unbedingt den Meisenheimer Hof besuchen, ein historisches Kleinod in Nahe-Glan im Landkreis Bad Kreuznach. Das Herzstück ist das prächtige barocke Hauptgebäude, in dem bereits seit 1699 Gastfreundschaft gelebt wird und das 2013 mit viel Liebe als Weinhotel neu definiert wurde.
HARALD RÜSSEL* (Landhaus Rüssel, Naurath)
Ein absoluter Frische-Kick für unsere Gaumen war der Stand von Sternekoch Harald Rüssel* vom Landhaus Rüssel in Naurath. Seine Lachsforelle war von einer Qualität, die man nur selten findet – glänzend, fest und unglaublich zart. Die Kombination mit knackigem Kohlrabi, Säure-Nuancen vom Apfel und dem salzigen Forellen-Kaviar war schon für sich ein Erlebnis, aber erst der seidige Buttermilchsud hat das Ganze zu einem harmonischen Kunstwerk verbunden, das so richtig Lust auf den Frühling machte.
Harald Rüssel beherrscht dieses Spiel mit regionalen Aromen perfekt, was man auch in wunderschönen Landhaus Rüssel spürt. Ein idyllisches Hideaway im Hunsrück, nahe des Weinbaugebietes Mosel-Saar-Ruwer. Mit seinem Mix aus Naturverbundenheit und Sterneküche ist es der ideale Rückzugsort für ein entspanntes Genuss-Wochenende. Ob man nun im romantischen Garten am Teich sitzt oder es sich in den stilvollen Landhaus-Zimmern gemütlich macht, man spürt hier in jedem Winkel die tiefe Liebe zur Heimat und zur erstklassigen Kulinarik.
DOMINIK SCHAB (Schlosshotel Hugenpoet, Essen)
Wer hätte gedacht, dass Land und Meer so harmonisch Hand in Hand gehen können? Dominik Schab vom Restaurant „1831“ im Wasserschloss Hugenpoet in Essen hat uns mit einer Kombination überrascht, die auf dem Papier mutig klingt und am Gaumen einfach nur brillant war. Sein Kabeljau traf auf Kalbskopf und Miesmuscheln. Eine Textur-Explosion, die durch die Frische von Fenchel, die feine Süße von Holunder und die Knackigkeit von saurem Spargel perfekt ausbalanciert wurde. Ein unglaublich spannender Teller, der zeigt, wie modern und kreativ die deutsche Spitzenküche heute interpretiert wird!
Passend zu diesem raffinierten Gericht ist auch seine kulinarische Heimat. Das Wasserschloss Hugenpoet ist ein architektonisches Schmuckstück der Renaissance aus dem 17. Jahrhundert, umgeben von einer idyllischen Gräfte, das als eines der exklusivsten Schlosshotels Deutschlands, Historie und modernes Savoir-vivre auf höchstem Niveau vereint. Wer einmal wie im Märchen residieren und dabei so progressiv speisen möchte, sollte sich diesen Ort im Ruhrtal unbedingt auf die Bucket List setzen. Wer hier als Gast ankommt, geht als Freund.
MARCUS LANGER (Das Kronenschlösschen, Eltville-Hattenheim)
Natürlich durfte auch der kulinarische Kopf des Hauses nicht fehlen. Küchenchef Marcus Langer begeisterte uns mit Kreationen, die zeigen, dass er ein Meister der Kontraste ist. Seine dekonstruierte Soljanka war eine geniale Hommage an einen Klassiker. Das feine Tatar vom Simmentaler Rind auf krossem Röstbrot mit zarten Salatspitzen war schlichtweg perfekt handwerklich umgesetzt.
Ein absoluter Publikumsmagnet waren die Nudeln aus dem riesigen Parmesanlaib. Direkt vor unseren Augen zubereitet, cremig und würzig! Als eleganter Gegenspieler dazu fungierte die Praline von Meeresfrüchten, die durch den luftigen Zitronengrasschaum eine unglaubliche Leichtigkeit und Frische bekam. Diese Kombination aus handfester Genussfreude und feiner Raffinesse ist genau das, was Marcus Langers Küche im Kronenschlösschen so besonders macht.
Das Kronenschlösschen selbst ist unter der Leitung von Inhaberin Johanna Ullrich und ihrem Team weit mehr als nur ein Hotel, es ist das kulinarische Epizentrum des Rheingaus. In Eltville-Hattenheim im Rheingau gelegen, verbindet dieses geschichtsträchtige Haus den Charme eines Schlosses mit einer persönlichen, fast familiären Herzlichkeit. Man spürt in jedem Winkel, dass hier Gastfreundschaft gelebt wird, ob bei den legendären Festivals oder bei einem ruhigen Glas Wein im idyllischen Garten. Für mich ist es das ultimative „Wohnzimmer“ für Genießer, die das Besondere suchen und sich dabei ganz ungezwungen wie zu Hause fühlen wollen. Ein wahrer Fixstern in der QL-Familie!
DAS SÜßE FINALE
Was wäre ein Abend voller Höhepunkte ohne das süße Finale? Für den krönenden kulinarischen Abschluss der Farewell Party im Kronenschlösschen hatten wir die Wahl zwischen zwei Desserts, die unterschiedlicher nicht hätten sein können und doch beide auf ihre Weise verzauberten.
- Geschmorte Quitte mit Mandelcremeux und Sauerrahm. Die Quitte war herrlich aromatisch geschmort und fand in dem samtigen Mandelcremeux einen eleganten Partner. Der Sauerrahm brachte genau die Frische hinein, die man nach einem Menü voller intensiver Aromen braucht. Ein wunderbar harmonischer Teller, der zeigt, wie viel Finesse in regionalen Früchten steckt.
- Soud’s orientalischer Eisbecher. Stell dir feinstes Safraneis vor, das auf der Zunge schmilzt, kombiniert mit einem knusprigen Couscous-Crumble für den perfekten Crunch. Die Kombination mit Fenchel und einem luftigen Dattelschaum war ein echtes Wagnis, das voll aufgegangen ist. Ein Dessert, das uns für einen Moment direkt in die Märchen aus 1001 Nacht entführt hat!
20 WINZER UND DIE QUAL DER WAHL
Was wäre so ein Abend ohne die passenden Wegbegleiter im Glas? Wir hatten die Qual der Wahl bei rund 20 Winzern, die ihre Schätze persönlich präsentierten. Es ist dieses Zusammenspiel aus handwerklichem Können am Herd und der Leidenschaft im Weinberg, das die Farewell-Party so besonders macht.
WEINGUT PRINZ VON HESSEN (Johannisberg)
Ein Name, der im Rheingau für Tradition und Aufbruch zugleich steht. Besonders beeindruckt hat uns der 2024 Johannisberger Riesling trocken VDP.ORTSWEIN. Ein Wein, der die Mineralität und das Terroir seiner Heimat perfekt einfängt, geradlinig, präzise und mit einer wunderbaren Frische.
Das absolute Highlight und das „Herzstück“ des Abends war für mich als Riesling Fan jedoch die 2024 Steckenpferd Riesling Spätlese. Die „Steckenpferd“-Linie ist das kreative Spielfeld des Weinguts, in dem ohne Kompromisse auf höchste Qualität gesetzt wird. Eine geniale Balance aus feiner Fruchtsüße und lebendiger Säure, die eine unglaubliche Tiefe am Gaumen hinterlässt. Es sind Weine wie diese, die zeigen, wie modern und mutig das Weingut seine Geschichte weiterschreibt. Ein Schluck pure Leidenschaft aus den besten Lagen, der zeigt, wie modern und lebendig der Rheingau heute schmeckt!
MATTHIAS CRASS (Erbach)
Einer der spannendsten Weinmacher der Region. Sein Erbacher Steinmorgen Riesling Sekt extra brut war der perfekte Aperitif, lebendig und mit einer tollen Struktur. Aber auch die Rotwein-Fans kamen voll auf ihre Kosten: Der 2022 Assmannhäuser Höllenberg Spätburgunder RGG ist ein Monument. Samtig, tiefgründig und mit der typischen Würze des berühmten Schiefersteilhangs. In seinem Erbacher Weingut schafft Matthias Crass es, die Typizität der Lagen mit einer ganz eigenen, modernen Handschrift einzufangen.
ALKOHOLFREIE AUSWAHL
Wer keinen Alkohol trinkt, muss hier auf absolut nichts verzichten. Ganz im Gegenteil! Weil wir alle wissen, dass ein langer Party-Abend auch mal eine smarte Pause verträgt (oder man schlichtweg der „Designated Driver“ ist), wurde an der alkoholfreien Front echtes High-End-Niveau geboten. Vergiss fades Wasser oder zu süße Limo, hier wurde Genuss ohne Prozente auf ein Podest gehoben. Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man sich als Gast ohne Alkohol absolut gleichwertig und exklusiv bewirtet fühlt!
MANUFAKTUR JÖRG GEIGER (Schlat)
Wenn jemand Obst zum Tanzen bringt, dann Jörg Geiger. Seine Kreationen sind für mich die Krone der alkoholfreien Begleitung. Besonders beeindruckt hat mich die Grande Réserve: Sie kombiniert komplexe Aromatik mit einer unglaublich feinen Struktur. Das Geheimnis ihrer besonderen Eleganz? Die Veredelung mit Grand Cru Champagner (natürlich entalkoholisiert!). Das Ergebnis ist eine Tiefe und Finesse, die so bemerkenswert ist, dass man den Wein im Glas keine Sekunde vermisst.
Auch der ViSecco und der TeaSecco sind so komplex und feinperlig, dass sie locker mit jedem Schaumwein mithalten können. Ein weiteres Highlight für Entdecker war die Grad Wanderung 35. Eine Komposition, die zeigt, wie viel Charakter in alten Obstsorten und Kräutern steckt. Ein echter Gamechanger für jede Party!
OBSTHOF AM STEINBERG (Nieder-Erlenbach)
Obsthof am Steinberg (Nieder-Erlenbach). Ein Stück Heimat aus der Frankfurter Kante! Die alkoholfreien Begleiter wie die Apfelquitte oder die 2022 Karcherbirne sind purer Saft-Luxus. Es ist faszinierend zu erleben, wie diese alten Apfel- und Birnensorten eine Charakterstärke entwickeln, die locker mit jedem Spitzenwein mithalten kann. Bio-Qualität, die man nicht nur schmeckt, sondern die eine wunderbare Bodenhaftung vermittelt.
Inhaber Andreas Schneider ist ein echter Pionier, wenn es darum geht, das Beste aus den über 200 alten Obstsorten seines zertifizierten Bioland-Betriebs herauszuholen. Durch die sortenreine Kelterung und den bewussten Verzicht auf künstliche Zusätze entstehen Getränke mit einer beeindruckenden Tiefe und einer feinen Tanninstruktur. Es ist beeindruckend, wie hier Tradition bewahrt und gleichzeitig eine moderne, alkoholfreie Genusskultur geschaffen wird, die einfach Spaß im Glas macht.
EIN MEER AUS REBEN – DAS WHO-IS-WHO IM GLAS
Ich sage es dir, wie es ist! Bei dieser Dichte an Weltklasse-Winzern stößt selbst der ambitionierteste Gaumen an seine Grenzen. Man bräuchte vermutlich drei Tage (und eine sehr fitte Leber), um wirklich jedem Glas gerecht zu werden! Neben meinen persönlichen Highlights gab es noch so viel mehr zu entdecken. Der Rheingau zeigte sich von seiner glänzendsten Seite mit prickelnden Sekt-Momenten
- BARTH (Sekt Fleur de Blanc Brut + Sekt Ultra Pinot Brut Nature).
- Schloss VAUX (VAUX Riesling Sekt brut + VAUX Rosé brut + 2019 L´artiste Sekt brut
- Weingut Egert (Sophie Sekt, 52 Monate Hefelager + Rheingauer Spätburgunder Rosé trocken)
TRADITIONSBETRIEBEN AUS DEM RHEINGAU
Auch wenn ich nicht jedes einzelne Glas probieren konnte (obwohl die Versuchung groß war!), war die Stimmung an den Ständen der Traditionsbetrieben aus dem Rheingau absolut ansteckend.
- Kloster Eberbach | Johannishof (2024 CHARTA Riesling Qualitätswein + 2024 FINESSE Riesling feinherb VDP Gutswein)
- Schloss Vollrads (2024 „1716 Cabinet“ Riesling trocken VDP.ORTSWEIN + 2024 Winkel Riesling feinherb VDP.ORTSWEIN)
- Balthasar Ress (2024 Hattenheim Schützenhaus Kabinett + 2024 Hallgarten Hendelbarg)
- Saltaren Wines ( 2022 EDILIA Riesling trocken Mittelheimer Sankt Nikolaus + LABEJA 2023 Riesling trocken)
- Weingut Bausch (2024 Hattenheimer Schützenhaus Riesling + Hattenheimer Hassel Riesling feinherb „einPS“)
- Weingut Sohns (2023 Weißburgunder M trocken + 2023 Riesling Alte Reben Geisenheim Kläuserweg)
- Offenstein Erben (2024 BESTES FASS Eltviller Riesling trocken + 2025 TRIO Weißweincuvée trocken)
- Wohlfahrt-Franke (2022 Gewürz Tapir Gewürztraminer trocken Rüdesheimer Bischofsberg + 2022 Lippen Bärti Spätburgunder trocken Rüdesheimer Klosterberg)
- Georg Müller Stiftung (2022 Hattenheimer Schützenhaus Riesling 1G VDP.ERSTE LAGE + 2019 Hattenheimer Engelmannsberg Pinot Noir 1G VDP.ERSTE LAGE)
Besonders spannend waren die Entdeckungen bei den „jungen Wilden“
- Weingut Dillmann mit (2021 RÉSERVE Rüdesheimer Berg Rottland Riesling trocken + 2024 HEIDE WITZKA Sauvignon Blanc trocken).
ÜBER DEN TELLERRAND DES RHEINGAUS HINAUS
Auch wenn der Rheingau der stolze Gastgeber war, glänzten andere renommierten Weinbaugebiete mit ihren Tropfen und natürlich durften auch sie bei dieser „Party der Superlative“ nicht fehlen. Es war dieser spannende Dialog zwischen den Regionen, der den Abend so abwechslungsreich machte.
PFALZ
- Georg Mosbacher – (2024 Deidesheimer Mäushöhle Riesling trocken (VDP.Erste Lage + 2024 Sauvignon Blanc Fumé trocken)
MOSEL
- Mönchhof & Christoffel Erben – (2024 GRAND LAY Riesling trocken + 2024 Erdener Treppchen Riesling Kabinett feinherb)
RHEINHESSEN
- Weingut Espenhof (2020 Syrah & Cabernet Franc trocken Herz + Hand)
- Weingut Fleischmann (2024 Grauer Burgunder „S“ trocken + 2024 Chardonnay „S“ trocken)
Und was wäre eine echte Kult-Party ohne einen Hauch von italienischem Lebensgefühl? Wer mich kennt, weiß, dass ein kleiner Abstecher an den Gardasee für mich immer wie Urlaub im Glas ist.
- Cà dei Frati vom GARDASEE – (2024 Rosa dei Frati + I Frati Lugana DOC) Mein absoluter Lieblingswein schon seit Jahren!
- Cantina Ottella (Lugana) – (2023 Lugana und 2023 RosesRoses)
Und wer nach all dem Wein einen „Cut“ brauchte, konnte den Abend bei feinen Spirituosen an der Bar ausklingen lassen.
- Gin
- Hine Cognac – Statt schwerer, holziger Noten setzt Hine auf eine fast schon florale Leichtigkeit und eine seidige Textur.
- Chartreuse – legendäre Kräuterlikör der Kartäusermönche ist mit seinen 130 geheimen Botanicals.
MUSIK & STIMMUNG – FLAVIUS & EUROSOUND
Während wir uns von Station zu Station schlemmten, sorgten Flavius & Eurosound für die richtige Stimmung. Das Saxophon-Spiel von Flavius ist legendär, und als seine Tochter Linda Teodosiu (ein echter Vocal-Star!) anfing zu singen, hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Die Atmosphäre war so prickelnd wie der Champagner in unseren Gläsern.
Es war ein Abend voller Inspiration, toller Gespräche mit Tina und Andrea und Geschmacksexplosionen, die noch lange nachhallen. Danke an das Team vom Kronenschlösschen und Gourmet Connection für diese fantastische Organisation.
Warst du schon mal beim Rheingau Gourmet & Wein Festival? Welcher Teller hätte dich am meisten gereizt? Oder welche der Locations würdest du gerne besuchen? Schreibe es mir in die Kommentare!
Herz <3 Licht
Susan









































